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Funktion und Bauteile einer Klimaanlage (Fachartikel)

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Michael II Beitrag10-03-2007, 16:58  
Grundlagen der Klimatechnik

Kältemittelkreislauf

Drücke prüfen

Diagnose mit VCDS

Grundlagen der Klimatechnik



Physikalische Grundlagen:

Die vier bekannten Aggregatzustände des Wassers gibt es auch bei den
Kältemitteln der Klimaanlage.





1 gasförmig (nicht Sichtbar)
2 dampfförmig
3 flüssig
4 fest



Wird in einem Behälter Wasser erhitzt (Wärmeaufnahme), so ist
aufsteigender Wasserdampf sichtbar. Erhitzt sich der Dampf durch Wärmeaufnahme
noch mehr, wird aus sichtbaren Dampf unsichtbares Gas. Der Vorgang ist umkehrbar.
Entzieht man dem gasförmigen Wasser den Wärmeinhalt, dann entsteht
erst Dampf, daraus Wasser und dann Eis.




A-Wärmeaufnahme
B- Wärmeabgabe



Wärme fließt immer vom wärmeren zum kälteren Stoff

Jeder Stoff besteht aus einer Masse sich bewegender Moleküle. Die sich
rasch bewegenden Moleküle eines wärmeren Stoffes geben einen Teil
ihrer Energie an die mit weniger Wärme versehenen und langsameren Moleküle
ab. Dadurch verlangsamt sich die Molekularbewegung des wärmeren Stoffes
und die des kälteren wird beschleunigt. Dieses geschieht so lange, bis
sich die Moleküle beider Stoffe mit der selben Geschwindigkeit bewegen.
Sie haben dann die gleiche Temperatur und es findet kein weiterer Wärmeaustausch
statt.



Druck und Siedepunkt

Der in Tabellen angegebene Siedepunkt einer Flüssigkeit bezieht sich
immer auf den atmosphärischen Druck 1 bar. Wird der Druck über einer
Flüssigkeit verändert, so ändert sich auch dessen Siedepunkt.
Es ist bekannt, daß z.B. Wasser bei um so tieferen Temperaturen siedet,
je niedriger der Druck ist.

Anhand der Dampfdruckkurven für Wasser und Kältemittel R134a ist
zu erkennen, daß z.B. bei gleichbleibendem Druck durch Temperatursenkung
der Dampf zu Flüssigkeit wird (im Kondensator), oder daß z.B. durch Druckminderung das Kältemittel vom flüssigen in den dampfförmigen
Zustand übergeht
(Verdampfer).



Dampfdruckkurve Wasser


A- flüssig
B- gasförmig
C- Dampfdruckkurve Wasser
1- Druck über der Flüssigkeit in bar (absolut)
2- Temperatur in °C




















Dampfdruckkurve Kältemittel R134a

A- flüssig
B- gasförmig
D- Dampfdruckkurve Kältemittel R134a
1- Druck über der Flüssigkeit in bar (absolut)
2- Temperatur in °C




Dampfdrucktabelle für Kältemittel R134a:

Für jedes Kältemittel wird in der Literatur für Kältetechniker die Dampfdrucktabelle bekannt gemacht. Aus dieser Tabelle ist ablesbar, welcher
Dampfdruck über der Flüssigkeitssäule im Behälter drückt,
wenn die Temperatur des Behälters bekannt ist.

Da für jedes Kältemittel eine eigene charakteristische Dampfdrucktabelle
bekannt ist, kann man durch Druck- und Temperaturmessung erfahren um welches
Kältemittel es sich handelt.

Hinweis!
Bei Absolutdruck entsprechen 0 bar einem absoluten Vakuum. Der normale
Umgebungsdruck (Überdruck) entspricht 1 bar Absolutdruck. Auf den Skalen
der meisten Druckmanometer entspricht 0 bar einem Absolutdruck von einem bar
(erkennbar an der Angabe -1 bar unterhalb von 0)




Temperatur in °C
Druck in bar (R134a)
-45
-0,61
-40
-0,49
-35
-0,34
-30
-0,16
-25
0,06
-20
0,32
-15
0,63
-10
1
-5
1,43
0
1,92
5
2,49
10
3,13
15
3,90
20
4,70
25
5,63
30
6,70
35
7,83
40
9,10
45
10,54
50
12,11
55
13,83
60
15,72
65
17,79
70
20,05
75
22,52
80
25,21
85
28,14
90
31,34


Kältemittel R134a:

Der Verdampfung- und Kondensierungssprozeß ist das bei Klimaanlagen
in Fahrzeugen verwendete Verfahren.
Man arbeitet dabei mit einem leicht siedenden Stoff, den wir als Kältemittel
bezeichnen.
Das angewendete Kältemittel ist Tetrafluorethan R134a, das bei -26,5°C
unter einem Dampfdruck von 1 bar siedet.



Physikalische Daten des Kältemittels R134a

Chemische Formel
CH2F-CF3 oder CF3-CH2F

Chemische Bezeichnung
Tetrafluorethan

Siedepunkt bei 1 bar
- 26,5 °C

Erstarrungspunkt
-101,6 °C

Kritische Temperatur
100,6 °C

Kritischer Druck
40,56 bar (absolut)


Kritischer Punkt:

Der Kritische Punkt (kritische Temperatur und kritischer Druck) bedeutet,
daß es oberhalb desselben keine trennende Oberfläche mehr zwischen
Flüssigkeit und Gas gibt. Ein Stoff ist oberhalb seines kritischen Punktes
stets gasförmig. Bei Temperaturen unterhalb des kritischen Punktes weisen
alle Kältemittel-Typen in Druckbehältern eine Flüssigkeits-
und eine Gasphase auf, d.h. über der Flüssigkeit ist ein Gaspolster
vorhanden. Solange neben der Flüssigkeit noch Gas im Behälter vorhanden
ist, hängt der Druck von der Umgebungstemperatur ab. Þ Seite *
Dampfdrucktabelle

Hinweis
Kältemittel dürfen nicht untereinander gemischt werden. Es
darf nur das für die jeweilige Klimaanlage vorgeschriebene Kältemittel
verwendet werden.



Umweltaspekte für das Kältemittel R134a

R134a ist ein Fluor-Kohlenwasserstoff (FKW) und enthält kein Chlor.
R134a hat eine geringere atmosphärische Lebensdauer als das Kältemittel
R12
R134a greift die Ozonschicht nicht an.
Der Beitrag von R134a zum Treibhauseffekt ist um den Faktor 10 kleiner als
der vom Kältemittel R12. Neuere Fahrzeuge verwenden anstatt T134a das Kältemittel
R1234yf, welches aufgrund der Bildung sehr giftiger Stoffe bei Brand höchst umstritten ist. An Klimaanlagen die das ungefährliche CO2 als Kühlmittel benutzen wird zum jetzigen Zeitpunkt (2016) noch gearbeitet.



Eigenschaften des Kältemittels R134a

Handelsnamen und Bezeichnungen
Das Kältemittel R134a ist zur Zeit unter folgenden Handelsbezeichnungen
erhältlich.

H-FKW 134a
SUVA 134a
KLEA 134a


Hinweis!
Unter der großen Auswahl verschiedener Kältemittel darf für
Kraftfahrzeuge nur das für das jeweilige Fahrzeug vorgesehene Kältemittel verwendet werden. Die Bezeichnung
Frigen oder Freon sind Handelsnamen. Sie gelten auch für Kältemittel,
die nicht für Kraftfahrzeuge verwendet werden dürfen.



Farbe

Kältemittel ist als Dampf und Flüssigkeit farblos wie Wasser.
Gas ist unsichtbar. Lediglich die Grenzschicht zwischen Gas und Flüssigkeit
ist sichtbar. (Flüssigkeitsstand im Steigrohr des Füllzylinders
oder Blasen in einem Schauglas). In einem Schauglas kann die Flüssigkeit
des Kältemittels R134a gefärbt (milchig) erscheinen. Diese Trübung
kommt vom teilweise gelösten Kältemittelöl und deutet nicht
auf einen Fehler hin.


Dampfdruck

In einem nicht vollständig gefüllten, geschlossenen Behälter,
verflüchtigt dampfförmiges Kältemittel an der Oberfläche
in der Menge, die unter Zusammenschluß von Dampfteilchen wieder zu Flüssigkeit
wird. Dieser Gleichgewichtszustand entsteht unter Druck und wird häufig
Dampfdruck genannt. Der Dampfdruck ist temperaturabhängig.


Physikalische Eigenschaften von R134a

Die Dampfdruckkurven von R134a und anderen Kältemitteln sind teilweise
sehr ähnlich, deshalb ist eine eindeutige Unterscheidung alleine über
den Druck nicht möglich.
Die Schmierung des Kompressors erfolgt bei R 134a durch spezielle synthetische
Kältemaschinenöle, z.B. PAG-Öle (Polyalkylenglykol-Öle).


Verhalten gegen Metalle

Im reinen Zustand ist Kältemittel R134a chemisch stabil und greift
Eisen und Aluminium nicht an.
Verunreinigungen des Kältemittels z.B. mit Chlorverbindungen führen
aber dazu, das bestimmte Metalle und Kunststoffe angegriffen werden. Dies
kann zu Verstopfungen, Undichtigkeiten oder zu Ablagerungen am Kolben des
Kompressors führen.


Kritische Temperatur / kritischer Druck

Bis zu einem Gasdruck von 39,5 bar Überdruck (dies entspricht einer
Temperatur von 101 °C) bleibt das Kältemittel R134a chemisch stabil,
oberhalb dieser Temperatur zersetzt sich das Kältemittel (siehe Brennbarkeit).


Wassergehalt

Wasser ist im flüssigem Kältemittel nur in ganz geringen Mengen
löslich. Demgegenüber vermischen sich Kältemitteldampf und
Wasserdampf in jedem Verhältnis.

Im Kältemittelkreislauf wird evtl. vorhandenes Wasser als Tröpfchen
mit geführt, wenn der Trockner im Flüssigkeits- bzw. Auffangbehälter
schon ca. 8 Gramm Wasser aufgenommen hat. Dieses Wasser strömt bis zur
Düse des Expansionsventils oder der Drossel und wird zu Eis.
Die Klimaanlage hört auf zu kühlen.
Wasser zerstört die Klimaanlage, weil unter hohen Drücken und
Temperaturen in Verbindung mit anderen Verunreinigungen Säuren entstehen.


Brennbarkeit

Kältemittel ist unbrennbar. Es hat im Gegenteil feuerhemmende bzw.
feuerlöschende Wirkung. Kältemittel wird durch Flammen und glühende
Flächen zersetzt. Auch durch UV-Licht wird Kältemittel gespalten
(entsteht bei elektrischer Schweißarbeit). Dabei entstehen giftige
Spaltprodukte, diese dürfen nicht eingeatmet werden. Durch Reizen der
Schleimhäute wird man jedoch genügend und rechtzeitig gewarnt.


Füllfaktor

In einem Behälter muß zum Flüssigkeitsraum ein Dampfraum
vorhanden sein. Bei steigender Temperatur dehnt sich die Flüssigkeit
aus. Der mit Dampf gefüllte Raum wird kleiner. Zu einem bestimmten Zeitpunkt
wird nur noch Flüssigkeit in dem Behälter sein. Danach genügt
eine nur geringe Temperatursteigerung und im Behälter entstehen sehr
große Drücke, weil sich die Flüssigkeit weiter ausdehnen will,
wozu jedoch kein Raum mehr vorhanden ist. Die dabei auftretenden Kräfte
sind groß genug, um den Behälter zu sprengen. Damit ein Behälter
nicht überfüllt wird, ist in der Druckgasverordnung festgelegt,
wieviel Kilogramm Kältemittel je Liter Innenvolumen des Behälters
eingefüllt werden dürfen. Dieser "Füllfaktor" ergibt multipliziert
mit dem Innenvolumen die zulässige Füllmenge. Er beträgt bei
den in Kfz verwendeten Kältemittel 1,15 kg/l.


Nachweis von Undichtigkeiten

Der Kältemittelkreislauf kann zum Beispiel durch äußere
Beschädigung undicht werden. Der Nachweis von kleinen Undichtigkeiten
kann wegen der geringen Menge von ausströmendem Kältemittel z.B.
durch einen elektronisch arbeitenden Lecksucher nachgewiesen werden. Mit
diesem Gerät können Undichtigkeiten mit weniger als 5 Gramm Kältemittelverlust
pro Jahr erkannt werden. (Für die unterschiedlichen Kältemittel
sind dabei Lecksuchgeräte zu verwenden die auf die Zusammensetzung des
jeweiligen Kältemittels ausgelegt sind. So sind z.B. Lecksuchgeräte
für Kältemittel R12 für R134a nicht geeignet, da daß
Kältemittel R134a keine Chloratome besitzt, so daß diese Lecksuchgeräte
nicht ansprechen).


Kältemaschinenöl

Kältemaschinenöl mischt sich (ca. 20-40%, je nach Kompressortyp
und Kältemittelmenge) mit dem Kältemittel, zirkuliert ständig
im Kreislauf und schmiert die beweglichen Teile.

In Verbindung mit R134a- Klimaanlagen werden spezielle synthetische Kältemaschinenöle,
z.B. Poly-Alkylen-Glykol (PAG) -Öl, verwendet. Das ist notwendig, weil
sich z.B. Mineralöl nicht mit R134a mischt. Darüber hinaus könnten
die Materialien der R134a-Klimaanlage angegriffen werden, wenn das Gemisch
unter Druck und hohen Temperaturen durch den Kältemittelkreislauf fließt
oder der Schmierfilm im Kompressor abreißt. Der Einsatz von nicht zugelassenen
Ölen kann zum Ausfall der Klimaanlage führen, deshalb dürfen
nur freigegebene Öle eingefüllt werden.


Eigenschaften des Kältemittelöles

Die wichtigsten Eigenschaften sind hohes Lösungsvermögen mit Kältemittel,
gute Schmiereigenschaften, Säurefreiheit und sehr geringem Wasseranteil.
Aus diesem Grunde dürfen nur ganz bestimmte Öle verwendet werden,
eine Aufstellung freigegebener Kältemittelöle und Füllmengen
siehe fahrzeugspezifischen Reparaturleitfaden.

Die für das Kältemittel R134a geeigneten PAG-Öle sind stark
Hygroskopisch und mit anderen Ölen nicht mischbar. Deshalb zum Schutz
vor eindringender Feuchtigkeit angebrochene Gebinde sofort wieder verschließen.
Kältemittelöl altert durch Feuchtigkeit und Säuren, wird dunkel,
zähflüssig und aggressiv gegen Metalle.



Hinweis!
Für Kältemittelkreisläufe mit Kältemittel R134a
darf nur das für den Kompressor freigegebene Öl verwendet werden.
Füllmengen siehe fahrzeugspezifischen Reparaturleitfaden.
Aufgrund seiner chemischen Eigenschaften darf das Kältemittelöl
nicht mit Motoröl oder Getriebeöl zusammen entsorgt werden.


Behaglichkeit

Eine der Grundvoraussetzungen für konzentriertes und sicheres Fahren
ist das Gefühl von Behaglichkeit im Fahrzeuginnenraum. Diese Behaglichkeit
wird erst durch den Einsatz einer Klimaanlage vor allen Dingen bei warmen
Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit möglich. Natürlich können
auch geöffnete Fenster, ein geöffnetes Schiebedach oder ein höherer
Luftdurchsatz zur Behaglichkeit beitragen, allerdings ergeben sich Nachteile
im Fahrzeuginnenraum, z.B.:
Zusätzlicher Lärm, Zugluft, Abgase, ungefiltertes Eindringen von
Pollen und Blütenstaub (unangenehm für Allergiker)

Durch eine geregelte Klimaanlage in Verbindung mit einem gut durchdachten
Heizungs- und Lüftungssystem kann das Gefühl des Wohlbefindens und
der Behaglichkeit durch Regelung der Innenraum- Temperatur, der Luftfeuchtigkeit
und der Luftbewegung, entsprechend den äußeren Bedingungen, erzeugt
werden, diese sowohl bei stehendem als auch fahrendem Fahrzeug.


Umweltaspekte

Seit ca. 1992 wurden sukzessive die Klimaanlagen neu produzierter Automobile
auf das Kältemittel R134a umgestellt. Dieses Kältemittel enthält
kein Chlor und ist deshalb Ozonunschädlich.
Bis ca. 1992 waren die Klimaanlagen mit dem Kältemittel R12 ausgerüstet.
Dieser FCKW hat wegen seiner Chloratome ein hohes Ozonabbaupotential und zusätzlich
auch ein Potential zur Verstärkung des Treibhauseffektes.
Für die bestehenden, mit dem Ozonschädlichen Stoff R12 gefüllten
Altanlagen werden Umrüstprogramme angeboten.
Aus Gründen des Umweltschutzes dürfen keine Kältemittel in
die Atmosphäre abgelassen werden.


Wirkungsweise der Klimaanlage

Die Temperatur im Fahrgastraum wird von Strahlungswärme durch die Fenster
und von Übergangswärme durch Metallteile bestimmt. Um aber an sehr
warmen Tagen für das Wohlbefinden der Insassen behagliche Temperaturen
zu schaffen, muß ein Teil der vorhandenen Wärme abgepumpt werden.

Da sich Wärme in Richtung kälterer Temperaturen ausbreitet, wird
im Fahrgastraum ein Aggregat eingebaut, daß tiefe Temperaturen erzeugt.
In ihm wird ununterbrochen Kältemittel verdampft. Die dafür benötigte
Wärme wird der durch den Verdampfer strömenden Luft entzogen.

Das Kältemittel mit der aufgenommenen Wärme wird durch den Kompressor
abgepumpt. Durch die Verdichtungsarbeit des Kompressors erhöht sich der
Wärmegehalt und die Temperatur des Kältemittels. Sie ist jetzt erheblich
höher als die Temperatur der Umgebungsluft.

Das hochtemperierte Kältemittel strömt mit seinem Wärmegehalt
zum Kondensator. Dort gibt das Kältemittel wegen des Temperaturgefälles
zwischen Kältemittel und Umgebungsluft die Wärme über den Kondensator
an die Umgebungsluft ab.

Das Kältemittel ist also ein Transportmittel für Wärme. Da
es wieder benötigt wird, fließt es erneut zum Verdampfer.

Aus diesem Grund ist das Grundprinzip aller Klimaanlagen ein Kreislauf für
Kältemittel. Unterschiede ergeben sich in der Zusammenstellung der Aggregate.


Produkteigenschaften:

Kältemittel, das bei Kfz-Klimaanlagen eingesetzt wird, gehört
der neuen Generation von Kältemitteln auf Basis chlorfreier, teilfluorierter
Kohlenwasserstoffe (H-FKW, R134a) an.

Hinsichtlich ihres physikalischen Verhaltens handelt es sich hierbei um
unter Druck verflüssigte Kältemittel. Sie unterliegen der Druckbehälterverordnung
und dürfen nur in zugelassene und gekennzeichnete Druckgasbehälter
eingefüllt werden.

Für die sichere und sachgemäße Anwendung gelten bestimmte
Bedingungen, die eingehalten werden müssen.


Umgang mit Kältemittel!

Werden Kältemittel-Behälter geöffnet, so kann der Inhalt
flüssig oder dampfförmig austreten. Dieser Vorgang verläuft
um so heftiger, je höher der Druck im Behälter ist.
Wie hoch der Druck ist, hängt von zwei Bedingungen ab:

Welcher Kältemittel-Typ im Behälter ist.
Es gilt: Je niedriger der Siedepunkt, um so höher der Druck.
Wie hoch die Temperatur ist.
Es gilt: Je höher die Temperatur, um so höher der Druck.

Behälter in denen sich Kältemittel befindet nicht öffnen.


Schutzbrille tragen!
Schutzbrille aufsetzen. Sie verhindert, daß Kältemittel in die
Augen gelangt und unter Umständen schwere Schäden durch Erfrierung
verursacht.
Schutzhandschuhe und Schürze tragen!
Kältemittel lösen Fette und Öle recht gut. Im Kontakt mit
der Haut entfernen sie daher den schützenden Fettfilm. Entfettete Haut
ist aber empfindlich gegen Kälte und Krankheitskeime.



Flüssiges Kältemittel nicht auf die Haut bringen!
Die Wärme zum Verdampfen entzieht das Kältemittel der Umgebung.
Auch wenn dies die Haut ist. Dabei können sehr tiefe Temperaturen erreicht
werden. Das Ergebnis ist örtliche Erfrierungen (Siedepunkt von R134a
-26,5°C bei Umgebungsdruck).
Kältemittel-Dämpfe nicht in höheren Konzentrationen einatmen!
Austretende Kältemittel-Dämpfe vermischen sich mit der Umgebungsluft
und verdrängen dabei den zum Atmen notwendigen Luftsauerstoff.


Absolutes Rauchverbot !

Kältemittel können sich in Zigarettenglut zersetzen. Die dabei
entstehenden Substanzen sind giftig und dürfen nicht eingeatmet werden.

Schweißen und Löten an Kälteanlagen!

Vor dem Schweißen und Löten an Fahrzeugen, (in der Nähe
von Bauteilen der Klimaanlage) ist das Kältemittel abzusaugen und Reste
durch Ausblasen mit Stickstoff zu entfernen.
Die durch Hitzeeinwirkung aus dem Kältemittel entstehenden Zersetzungsprodukte
sind nicht nur giftig, sondern wirken auch stark korrosiv, so daß Rohrleitungen
und Anlagenteile angegriffen werden können. Es handelt sich im wesentlichen
um Fluorwasserstoff.

Stechender Geruch!

Bei stechendem Geruch sind bereits die erwähnten Zersetzungsprodukte
entstanden. Es muß unter allen Umständen vermieden werden, diese
Substanzen einzuatmen, da sonst eine Schädigung der Atemwege, der Lunge
und anderer Organe die Folge sein könnte.


Hinweis!
Beschädigte oder undichte Teile der Klimaanlage dürfen nicht
durch Schweißen oder Löten instand gesetzt werden, sie sind grundsätzlich
zu erneuern.


Beim Durchblasen von Bauteilen mit Druckluft und Stickstoff grundsätzlich
das aus den Bauteilen austretende Gasgemisch über geeignete Absauganlagen
(Werkstatt-Absauganlage) absaugen.
Nach dem Beendigen von Instandsetzungsarbeiten auf alle Anschlüsse
mit Ventil und die Serviceanschlüsse Verschlußkappen (mit Dichtungen)
aufschrauben.
Inbetriebnahme der Klimaanlage. Füllmengen beachten

Kein Kältemittel nachfüllen, vorhandenes Kältemittel absaugen
und Anlage neu befüllen.

Vor der Inbetriebnahme der Klimaanlage nach einer Neubefüllung:

- Kompressor über die Kupplungs- oder Riemenscheibe der Magnetkupplung
ca. 10 Umdrehungen von Hand durchdrehen.

- Motor mit abgeschaltetem Kompressor/ Regelventil -N280- starten.

- Nachdem sich die Leerlaufdrehzahl des Motors stabilisiert hat, Kompressor
einschalten und mindestens 10 Minuten mit Leerlaufdrehzahl
und maximaler Kälteleistung betreiben.




Allgemeines zum Kältemittelkreislauf

Bauteile des Kältemittelkreislaufes

Verteilung der Bauteile des Kältemittelkreislaufes und deren Einfluß
auf die Hochund Niederdruckseite

Auf der Hochdruckseite sind es der Kondensator der Flüssigkeitsbehälter
und als Trennung von der HD-
flüssigseite und der ND-flüssigseite die Drossel oder das Expansionsventil.
Hochdruck entsteht dadurch das die Drossel oder das Expansionsventil eine
Engstelle bildet und sich das Kältemittel staut, dies führt zu
einer Druck-
und Temperaturerhöhung.
Zu hoher Druck entsteht, wenn zuviel Kältemittel, Kondensator verschmutzt,
Lüfter für Kühler defekt, eine Verstopfung im System oder
Feuchtigkeit im Kältemittelkreislauf
(Vereisung der Drossel) gegeben ist.

Auf der Niederdruckseite befinden sich der Verdampfer, Temperaturfühler-Verdampfer
und als Trennung von der HD-
gasseite und der ND-gasseite der Kompressor.
Druckabfall im System kann durch Kältemittelverlust, Drossel oder Expansionsventil
(Engstelle nicht gegeben), Kompressor defekt oder Verdampfer vereist entstehen.

Kompressor:
Der Kompressor wird über einen Keilrippenriemen vom
Fahrzeugmotor angetrieben.

Kompressor mit Magnetkupplung:
Eine am Kompressor angebrachte elektromagnetische Kupplung
stellt bei eingeschalteter Klimaanlage den Kraftschluß zwischen
Riemenscheibe und Kompressor-Kurbelwelle her.

Kompressor ohne Magnetkupplung:
Eine an der Riemenscheibe des Kompressors angebrachte Überlastsicherung
löst bei schwergängigen Kompressor aus und
schützt den Riementrieb vor Überlastung.

Der Kompressor saugt Kältemittelgas aus dem Verdampfer an, verdichtet
es und gibt es weiter an den Kondensator.




Der Kompressor enthält Kältemittelöl, das unter allen Temperaturen
mit R134a Kältemittel mischbar ist.

Auf dem Fabrikschild steht der Hinweis, für welches Kältemittel
der Kompressor ausgelegt ist. Ein Regelventil regelt den Druck auf der Niederdruckseite
innerhalb des
vorgegebenen Sollbereiches (Regelkennlinie).

Bei Kompressoren ohne Magnetkupplung wird ein Regelventil von außen
angesteuert.

Bei Kompressoren ohne Magnetkupplung darf der Motor nur gestartet werden,
wenn der Kältemittelkreislauf vollständig zusammengebaut ist.

Damit der Kompressor bei leerem Kältemittelkreislauf keinen Schaden
erleidet, wird die Magnetkupplung abgeschaltet,
das Regelventil N280 nicht mehr angesteuert und der Kompressor läuft
im Leerlauf mit dem Motor

Kompressor ohne Magnetkupplung wird bei leerem Kältemittelkreislauf
über ein Ventil auf innere Schmierung umgeschaltet
Überlastsicherung löst bei schwergängigen Kompressor aus und
schützt den Riementrieb vor Überlastung.

Der Kompressor saugt Kältemittelgas aus dem Verdampfer an, verdichtet
es und gibt es weiter an den Kondensator.

Kondensator:
Der Kondensator führt Wärme aus dem komprimierten Kältemittelgas
an die Umgebungsluft ab.
Dabei kondensiert Kältemittelgas zu Flüssigkeit.




Verdampfer:

Das flüssige Kältemittel verdampft in den Rohrschlangen des Verdampfers.
Die dafür benötigte Wärme wird der an den
Verdampferrippen vorbeistreichenden Luft entzogen. Die Luft kühlt ab.
Das Kältemittel verdampft und wird mit der aufgenommenen
Wärme vom Kompressor angesaugt. Dem Verdampfer wird durch eine Drossel
bzw. Expansionsventil,
eine definierte Menge Kältemittel zugeführt. Bei Anlagen mit Expansionsventil
wird der Durchsatz so geregelt, das am Ausgang
des Verdampfers nur gasförmiges Kältemittel austritt.




Schauglas:

In R134a Anlagen nicht verbaut, da nicht für R134a geeignet.
Ist bei Anlagen die von R12 auf R134a umgerüstet wurden (Retrofit) ein
Schauglas vorhanden, kann das Gemisch aus Kältemittel R134a
und Kältemittelöl im Schauglas milchig erscheinen, obgleich das
Kältemittel durchsichtig ist.




Auffangbehälter:

Damit der Kompressor nur gasförmiges Kältemittel ansaugt, fängt
der Auffangbehälter das aus dem Verdampfer kommende Gemisch
aus Dampf und Gas auf. Aus dem Dampf wird gasförmiges Kältemittel.
Im Kreislauf mitströmendes Kältemittelöl bleibt nicht im Auffangbehälter,
da eine Ölabsaugbohrung vorhanden ist.
Feuchtigkeit, die während der Montage in den Kältemittelkreislauf
eingedrungen ist, wird von einem Filter (Trockenbeutel oder Kartusche) im
Behälter
abgefangen.
Gasförmiges Kältemittel mit Öl wird vom Kompressor angesaugt.



Drossel:

Die Drossel bildet eine Engstelle. Diese Engstelle drosselt den Durchfluß
und trennt dadurch den Kältemittelkreislauf in
Hochdruckseite und Niederdruckseite. Vor der Drossel ist das Kältemittel
unter hohem Druck warm. Hinter der Drossel ist das
Kältemittel unter niedrigem Druck kalt. Vor der Engstelle ist ein Sieb
gegen Schmutz, hinter der Engstelle ist ein Sieb zum Zerstäuben des
Kältemittels, ehe es in den Verdampfer gelangt.

Pfeil A auf der Drossel zeigt zum Verdampfer.
Nach jedem öffnen des Kreislaufes ist diese zu ersetzen.



Flüssigkeitsbehälter:

Der Flüssigkeitsbehälter sammelt die Flüssigkeitstropfen und
führt sie dann im ununterbrochenen Strom zum Expansionsventil. Feuchtigkeit,
die während der Montage in den Kältemittelkreislauf eingedrungen
ist, wird im Flüssigkeitsbehälter durch einen Trockner aufgefangen.
Flüssigkeitsbehälter ersetzen, falls der Kältemittelkreislauf
längere Zeit offen war und Feuchtigkeit eingedrungen ist.

Bei jedem Wechsel des Kältemittels immer auch den Flüssigkeitsbehälter
oder Auffangbehälter mitwechseln.
Der Trockenbeutel oder die Trockenkartusche ist in einem nicht verschlossenem
Flüssigkeitsbehälter nach kurzer Zeit mit Feuchtigkeit
gesättigt und unbrauchbar.



Expansionsventil:

Das Expansionsventil zerstäubt zuströmendes Kältemittel und
regelt die Durchflußmenge so, daß der Dampf je nach Wärmetransport
erst
am Ausgang des Verdampfers gasförmig wird.



O-Ring Dichtungen:

Diese Ringe dichten die Verbindungsstellen zwischen den einzelnen
Bauteilen des Kältemittelkreislaufes ab.
Es dürfen nur O-Ringe verwendet werden, die beständig gegen
Kältemittel R134a und zugehörige Kältemittelöle sind.

Grundsätzlich nur einmal verwenden.
Vor den Einbauen mit Kältemittelöl benetzen.


Rohre und Schläuche des Kältemittelkreislaufes:

Das Gemisch aus Kältemittelöl und Kältemittel R134a greift
bestimmte Metalle (z.B. Kupfer) und Legierungen an und
löst bestimmte Schlauchmaterialien auf. Die Rohre und Schläuche
werden zusammengehalten durch Verschrauben oder über besondere Steckverbindungen.

Bei Verschraubungen vorgegebene Drehmomente beachten, bei Steckverbindungen
vorgesehene
Entriegelungswerkzeuge verwenden.


Überdruckablaßventil:

Das Überdruckablaßventil ist am Kompressor oder Flüssigkeitsbehälter
angebaut.
Bei einem Druck von ca. 38 bar Überdruck öffnet das Ventil und
schließt wieder, wenn der Druck nachgelassen hat (ca. 30 bar).
Das Kältemittel läuft nicht vollständig aus.
Abhängig von der Ausführung kann eine transparente Plastikscheibe
angebracht sein, welche ausbricht, sobald das Ventil anspricht.




Kältemittelkreislauf mit Expansionsventil und einem Verdampfer.

1- Verdampfer
2- Expansionsventil
3- Ventil zum Absaugen, Füllen und Messen
4- Schauglas bei R134a Kreisläufen nicht eingebaut, außer Retrofit
Kreisläufe
5- Flüssigkeitsbehälter mit Trockner
6- Kondensator
7- Kompressor

Hinweis!
Pfeile zeigen Fließrichtung des Kältemittels.









Kältemittelkreislauf mit Expansionsventil und zwei Verdampfern.

1- Verdampfer
2- Expansionsventil
3- Ventil zum Absaugen, Füllen und Messen
4- Schauglas bei R134a Kreisläufen nicht eingebaut, außer Retrofit
Kreisläufe
5- Flüssigkeitsbehälter mit Trockner
6- Kondensator
7- Kompressor
8- Magnetventil für Kältemittelkreislauf
9- Expansionsventil
10- Zweiter Verdampfer









Kältemittelkreislauf mit Drossel und Auffangbehälter.

1- Kompressor
2- Kondensator
3- Drossel
4- Verdampfer
5- Auffangbehälter
















Drücke im Kältemittelkreislauf (mit Service-Station) und Funktion prüfen

Hinweis
Die Klimaanlage arbeitet richtig, wenn an den Schalttafelausströmern
eine Temperatur von 7°C oder niedriger Austritt.

Prüfvoraussetzungen
Kühler und Kondensator sind sauber (gegebenenfalls reinigen).
Die Wärmeschutzisolierung am Expansionsventil ist i.O. und richtig
montiert.
Der Keilrippenriemen ist i.O. und richtig gespannt. / Die Riemen für
Kompressor und Drehstromgenerator sind i.O. und richtig gespannt.
Alle Luftführungen, Abdeckungen und Abdichtungen sind i.O. und
richtig montiert.
Die Fehlersuche an der elektrischen Anlage und am Unterdrucksystem
hat keinen Fehler erkennen lassen.
Die Eigendiagnose der Klimaanlage läßt keinen Fehler erkennen,
im Meßwerteblock wird keine Kompressorabschaltbedingung angezeigt (nur
bei Fahrzeugen mit Eigendiagnose "Klimaanlage").
Der Luftdurchsatz durch den Staub- und Pollenfilter ist nicht durch
Verschmutzung beeinträchtigt.
Das Klimagerät zieht bei größter Frischluftgebläsedrehzahl
keine Nebenluft. Der Verdampfer und die Heizung ziehen bei größter
Frischluftgebläsedrehzahl keine Nebenluft.
Die Luftführungsklappen im Klimagerät, in der Heizung und
im Verdampfer erreichen ihre Endstellung. *
Die Frischluftansaugkanäle unter der Frontklappe und im Fahrgastraum
und die zugehörigen Wasserablaufventile, sind i.O.
Der Motor ist betriebswarm.
Das Fahrzeug ist nicht den Sonnenstrahlen ausgesetzt.
Die Umgebungstemperatur ist größer 15° C.
Alle Schalttafelausströmer sind geöffnet.

Bei laufendem Motor und auf maximale Kühlleistung eingestellter Klimaanlage:
Läuft der Lüfter (laufen die Lüfter) für Kühlmittel
-V7- (mindestens in Stufe 1).
Läuft das Frischluftgebläse V2- mit maximaler Drehzahl.
Geht die Umluft-/Frischluftklappe in Stellung "Umluftbetrieb" / schließt
die Staudruckklappe und öffnet die Umluftklappe (innerhalb 1 min. nach
dem Starten des Fahrzeuges).

Hinweis
Bei bestimmten Ausführungen wird der Lüfter erst eingeschaltet,
nachdem der Druck im Kältemittelkreislauf einen vorgegebenen Wert überschritten
hat.


Umgebungstemp. in °C
Druck im Kältemittelkreislauf
in bar
+ 15
3,9
+20
4,7
+25
5,6
+30
6,7
+35
7,8
+40
9,1
+45
10,5

Hinweis
Die Temperatur der Bauteile des Kältemittelkreislaufes muß gleich
der Umgebungstemperatur sein
Sind einzelne Bauteile des Kältemittelkreislaufes wärmer oder kälter
weicht der Druck von den Werten in der
Tabelle ab
Bei Absolutdruck entsprechen 0 bar einem absoluten Vakuum. Der normale Umgebungsdruck
(Überdruck)
entspricht 1 bar Absolutdruck. Auf den Skalen der meisten Druckmanometer
entspricht 0 bar einem Absolutdruck
von einem bar (erkennbar an der Angabe -1 bar unterhalb von 0)
Bei Fahrzeugen mit Hochdruckgeber G65 bei denen der gemessene Druck im Meßwerteblock
angezeigt wird,
stimmt der gemessene Druck überein.

Der Druck im Kältemittelkreislauf ist niedriger als in der Tabelle
angegeben.
Zu wenig Kältemittel im Kreislauf.
- Undichtigkeiten am Kältemittelkreislauf mit Lecksuchgerät suchen.
- Überdruckablaßventil prüfen.

Hinweis!
Hat das Überdruckablaßventil abgeblasen:
- Ansteuerung der Lüfter für Kühlmittel prüfen.
- Kältemittelleitungen und Kältemittelschläuche auf Querschnittverengungen
durch zu kleine Biegeradien prüfen
- Kältemittelleitungen und Kältemittelschläuche auf äußerer
Beschädigung prüfen.
- Wird kein Fehler festgestellt, Kältemittelkreislauf mit Druckluft
und Stickstoff durchblasen, Filtertrockner ersetzen.

Der Druck im Kältemittelkreislauf entspricht der Tabelle oder liegt
höher.
- Motor starten.
- Klimaanlage auf maximale Kälteleistung einstellen.

Hinweis!
Wurde zum Anschließen der Service-Station, der Niederdruckschalter
ausgebaut, die elektrischen Anschlüsse im zugehörigen Stecker zur
Druckmessung überbrücken.

Der Kompressor wird über die Magnetkupplung vom Motor angetrieben
Das Regelventil N280 für den Kompressor wird vom Steuergerät
für Klimaanlage angesteuert

Wird der Kompressor bei laufendem Motor nicht angetrieben oder das Regelventil
nicht angesteuert:
- Die Ursache z.B. durch Abfragen des Fehlerspeichers der Klimaanlage ermitteln
und beseitigen
- Prüfvoraussetzungen beachten
- Spannungsversorgung für die Magnetkupplung N25 prüfen, ist diese
i.O., Magnetkupplung instand setzen.
- Ansteuerung des Regelventils N280 prüfen


Drücke bei Fahrzeugen mit Drossel und Auffangbehälter prüfen
(mit innen geregeltem Kompressor)

Hinweis
Prüfvoraussetzungen beachten
- Motordrehzahl auf 2000/min bringen.
- Manometer beobachten

Hinweis
Schaltdrücke für die Schalter am Kältemittelkreislauf sind
fahrzeugspezifisch.

Der Anschluß mit Ventil für den Niederdruckschalter oder am Verdampfer
ist nur bei Fahrzeugen ohne
Serviceanschluß auf der Niederdruckseite und mit nicht zugänglichem
Anschluß am Kompressor oder
Auffangbehälter zu verwenden (Meßgenauigkeit).Gilt nur für
bestimmte Fahrzeuge.

Sollwerte:
Hochdruckseite:
Vom Ausgangsdruck (beim Anschließen der Manometer) bis auf maximal
20 bar Überdruck ansteigend.

Niederdruckseite:
Vom Ausgangsdruck (beim Anschließen der Manometer) auf Diagrammwert
abfallend.

A- Hochdruck (gemessen am Serviceanschluß) in bar Überdruck

B- Niederdruck (gemessen am Anschluß mit Ventil am Kompressor oder
am Auffangbehälter) in bar Überdruck.

C- Zulässiger Toleranzbereich.

D- Niederdruck (gemessen am Anschluß mit Ventil für den Niederdruckschalter
oder am Serviceanschluß) in bar Überdruck.

E- Zulässiger Toleranzbereich.



















Mögliche Abweichung vom Sollwert
Mögliche Fehlerursache
Mögliche Lösung
Hochdruck bleibt konstant oder steigt nur geringfügig

(über den Druck bei stehendem Motor) an, Niederdruck fällt schnell
auf Diagrammwert oder tiefer ab,
die geforderte Kälteleistung wird nicht erreicht.
Zu wenig Kältemittel im Kreislauf
Undichtigkeit mit Lecksuchgerät suchen und beseitigen.
Hochdruck normal, Niederdruck entspricht dem Diagrammwert,
die geforderte Kälteleistung wird nicht erreicht.


Kältemittelkreislauf neu befüllen.
Hochdruck normal, Niederdruck zu niedrig (siehe Diagramm),
die geforderte Kälteleistung wird nicht erreicht.





Hochdruck steigt nur geringfügig über
den Druck bei stehendem Motor an, Niederdruck fällt nur geringfügig
ab,
die geforderte Kälteleistung wird nicht erreicht.
Kompressor defekt
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und Stickstoff
durchblasen. Kompressor erneuern.



Hochdruck steigt über den Sollwert an, Niederdruck
fällt schnell auf Diagrammwert oder tiefer ab, die geforderte Kälteleistung
wird nicht erreicht.
Engstelle oder Verstopfung im
Kältemittelkreislauf.
Kältemittelkreislauf mit der Hand nach
Temperaturgefälle abfühlen.

An einem Bauteil
wird ein Temperaturgefälle festgestellt.

Bei einer geknickten oder verengten Schlauch- oder Rohrleitung, dieses Bauteil
ersetzen.

Bei einer Verstopfung, Kältemittelkreislauf
mit Druckluft und Stickstoff durchblasen.

Wird kein Fehler festgestellt Kältemittelkreislauf
mit Druckluft und Stickstoff reinigen und Filtertrockner ersetzen.



Hochdruck und Niederdruck zunächst normal,
nach einiger Zeit steigt der Hochdruck über den
Sollwert an, fällt der Niederdruck auf Diagrammwert oder
tiefer ab, die geforderte Kälteleistung wird nicht mehr
erreicht.
Feuchtigkeit im
Kältemittelkreislauf.
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und Stickstoff
durchblasen. Filtertrockner ersetzen.



Hochdruck normal, Niederdruck zu niedrig (siehe
Diagramm), die geforderte Kälteleistung wird
erreicht.
Kompressor defekt.
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und Stickstoff
durchblasen.
Kompressor überprüfen und ggf. erneuern.



Hochdruck normal oder zu hoch, Niederdruck zu hoch
(siehe Diagramm), der Kompressor macht Geräusche
(besonders nach dem Einschalten), die geforderte Kälteleistung wird
nicht
erreicht.
Zuviel Kältemittel im
Kreislauf
Kältemittel aus dem Kältemittelkreislauf
absaugen
Die abgesaugte Kältemittelmenge
entspricht etwa der vorgegebenen
Füllmenge => Kompressor ersetzen

Die abgesaugte Kältemittelmenge ist
wesentlich größer als die vorgegebenen
Füllmenge => Kältemittelkreislauf neu befüllen.

Prüfung wiederholen



Hochdruck und Niederdruck normal, die geforderte Kälteleistung
wird nicht erreicht.

Hochdruck und Niederdruck normal, der Kompressor macht Geräusche (besonders
nach dem Einschalten),
die geforderte Kälteleistung wird erreicht.
Zuviel Kältemittelöl im
Kreislauf.
Kältemittelkreislauf entleeren
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und Stickstoff
durchblasen.

<Hinweis:
Beim Fehler "Hochdruck normal, Niederdruck zu niedrig" ist folgendes zu beachten:
Bei diesem Fehler kann es Vorkommen, daß der Verdampfer vereist
oder der Niederdruckschalter F73 den
Kompressor abschaltet, obwohl die Kältemittelmenge im Kreislauf
i.O. ist.

Beim Audi 100, Audi A6 (bis einschließlich Modelljahr 1997)
und Audi V8 kann bei diesem Fehler der
Kompressor von der Bedienungs- und Anzeigeeinheit abgeschaltet werden
(falls die Temperatur am
Frischluftgebläse -3 °C unterschreitet).


Drücke bei Fahrzeugen mit Expansionsventil und Flüssigkeitsbehälter
prüfen (mit innen geregeltem Kompressor)

A- Hochdruck in bar Überdruck.

B- Niederdruck in bar Überdruck.

C- Zulässiger Toleranzbereich.














Mögliche Abweichungen vom Sollwert
Mögliche Fehlerursachen
Mögliche Lösung
Hochdruck bleibt konstant oder steigt nur geringfügig

(über den Druck bei stehendem Motor) an, Niederdruck
fällt schnell auf Diagrammwert oder tiefer
ab, die geforderte Kälteleistung wird nicht erreicht.

Hochdruck normal, Niederdruck entspricht dem
Diagrammwert, die geforderte Kälteleistung wird nicht erreicht.
Zu wenig Kältemittel im Kreislauf
oder Expansionsventil defekt.
Kältemittel aus dem Kältemittelkreislauf
absaugen
Die abgesaugte Kältemittelmenge
entspricht etwa der vorgegebenen
Füllmenge =&gt; Expansionsventil
erneuern. Kältemittelkreislauf
neu befüllen.
Prüfung wiederholen

Die abgesaugte Kältemittelmenge ist
wesentlich geringer als die
vorgegebenen Füllmenge
=&gt; Undichtigkeit mit Lecksuchgerät
suchen und beseitigen.
Kältemittelkreislauf
neu befüllen. Prüfung wiederholen



Hochdruck steigt über den Sollwert an, Niederdruck

fällt schnell auf Diagrammwert oder tiefer ab,
die geforderte Kälteleistung wird nicht erreicht.
Engstelle oder Verstopfung im
Kältemittelkreislauf.
Expansionsventil defekt.
Kältemittelkreislauf mit der
Hand nach Temperaturgefälle abfühlen.

An einem Bauteil wird ein
Temperaturgefälle festgestellt =&gt;
Bei einer geknickten oder verengten
Schlauch- oder Rohrleitung, dieses
Bauteil ersetzen.
Bei einer Verstopfung,
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und
Stickstoff durchblasen und das
Expansionsventil ersetzen.

Wird kein Fehler festgestellt =&gt;
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und
Stickstoff durchblasen. Filtertrockner ersetzen.
Prüfung wiederholen.



Hochdruck und Niederdruck zunächst normal,
nach einiger Zeit steigt der Hochdruck über den Sollwert
an, fällt der Niederdruck auf Diagrammwert
oder tiefer ab, die geforderte Kälteleistung wird nicht
mehr erreicht.
Expansionsventil defekt.

Feuchtigkeit ist im
Kältemittelkreislauf.
Expansionsventil auf Verschmutzung oder
Korrosion prüfen, gegebenenfalls erneuern.
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und
Stickstoff durchblasen.
Filtertrockner ersetzen.



Hochdruck normal oder zu hoch, Niederdruck zu hoch

(siehe Diagramm), die geforderte Kälteleistung wird nicht
erreicht, der Kompressor macht Geräusche
(besonders nach dem Einschalten)
Zuviel Kältemittel im
Kreislauf.

Expansionsventil oder
Kompressor defekt.
Kältemittel aus dem Kältemittelkreislauf
absaugen
Die abgesaugte Kältemittelmenge
entspricht etwa der vorgegebenen
Füllmenge =&gt; Expansionsventil
erneuern. Kältemittelkreislauf
neu befüllen.
Prüfung wiederholen

Die abgesaugte Kältemittelmenge ist
wesentlich geringer als die
vorgegebenen Füllmenge
=&gt; Undichtigkeit mit Lecksuchgerät
suchen und beseitigen.
Kältemittelkreislauf
neu befüllen. Prüfung wiederholen



Hochdruck steigt nur geringfügig über
den Druck bei stehendem Motor an, Niederdruck fällt nur
geringfügig ab, die geforderte Kälteleistung wird nicht
erreicht.
Kompressor defekt.
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und
Stickstoff durchblasen.
Kompressor und Filtertrockner erneuern.
Hochdruck normal, Niederdruck zu niedrig (siehe
Diagramm), die geforderte Kälteleistung wird
erreicht.
Expansionsventil oder
Kompressor defekt
Expansionsventil erneuern.
Kältemittelkreislauf neu befüllen.
Prüfung wiederholen.



Hochdruck und Niederdruck normal,
die geforderte Kälteleistung wird nicht erreicht.
Hochdruck und Niederdruck normal,
der Kompressor macht Geräusche (besonders nach dem Einschalten), die
geforderte Kälteleistung wird
erreicht.
Zuviel Kältemittelöl im
Kreislauf.
Kältemittelkreislauf entleeren.
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und
Stickstoff durchblasen. Filtertrockner ersetzen.


Drücke bei Fahrzeugen mit Expansionsventil und Flüssigkeitsbehälter
prüfen (ohne regelndem Kompressor)

Prüfvoraussetzungen:
Kühler und Kondensator sind sauber, ggf. sauberspritzen.
Der Keilrippenriemen für Kompressor und Drehstromgenerator ist
richtig gespannt.
Alle Luftführungen, Abdeckungen und Abdichtungen sind in Ordnung
und richtig montiert.
Die Klappen erreichen ihre Endstellung.
Der Motor ist betriebswarm.
Der Verdampfer und die Heizung zieht (bei höchster Frischluftgebläsedrehzahl)
keine Nebenluft.

Bei laufendem Motor und auf maximale Kühlleistung eingestellte Klimaanlage
- läuft das Frischluftgebläse.
- läuft der Lüfter für Kühlmittel oder wird Zugeschaltet.
- steht die Umluft- Frischluftklappe in Stellung "Umluft ".

Umgebungstemperatur größer 15 °C.
Der Temperaturschalter für Verdampfer E33 ist richtig montiert
und seine Schalttemperaturen sind in Ordnung.





Umgebungstemp. in °C
Druck im Kältemittelkreislauf
in bar
+ 15
3,9
+20
4,7
+30
6,7
+40
9,1

Der Druck im Kältemittelkreislauf ist niedriger als in der Tabelle angegeben,
(zu wenig Kältemittel im Kreislauf).
- Undichtigkeit mit Lecksuchgerät suchen.
- Überdruckablasventil geöffnet, Ansteuerung für Lüfter
für Kühlmittel nach Stromlaufplan prüfen.
Kältemittelleitungen und Kältemittelschläuche auf zu kleine
Biegeradien (Querschnittsverengung)
oder äußere Beschädigung prüfen. Wird kein Fehler festgestellt,
Kältemittelkreislauf spülen und Filtertrockner ersetzen.

Der Druck im Kältemittelkreislauf entspricht der Tabelle oder liegt
höher:
- Motor starten.
- Klimaanlage auf maximale Kühlleistung einstellen.
- Türen öffnen.
- Ausströmer in der Schalttafel öffnen.
- Der Kompressor wird mittels Keilrippenriemen über die Magnetkupplung
vom Motor angetrieben.

Hinweis:
Wird der Kompressor nicht angetrieben, Spannungsversorgung für die Magnetkupplung
N25 nach Stromlaufplan
prüfen, ist die Spannungsversorgung in Ordnung, Magnetkupplung instand
setzen.
Wird der Kompressor angetrieben, Kältemittelkreislauf prüfen:
- Motordrehzahl auf 2000 U/min bringen.
- Manometerbatterie beobachten:
Sollwerte:
Hochdruckseite: vom Druck bei stehendem Motor bis auf maximal 20 bar
Überdruck ansteigend.
Niederdruckseite: vom Druck bei stehendem Motor bis auf 1,3 bar Überdruck
abfallen.


Drücke bei Fahrzeugen mit Drossel, Auffangbehälter und Regelventil
N280 prüfen (mit außem geregeltem Kompressor)


Sollwerte:
Hochdruckseite:
Vom Ausgangsdruck (beim Anschließen der Manometer) bis auf 20 bar Überdruck
ansteigend.
Niederdruckseite:
Vom Ausgangsdruck (beim Anschließen der Manometer) auf Diagrammwert
abfallend.

A-Niederdruck (gemessen am Serviceanschluß) in bar Absolutdruck
B-Steuerstrom für das Regelventil N280
















Hinweis:
Der Druck auf der HD-Seite kann unter ungünstigen Bedingungen (sehr
hohe Umgebungstemperaturen, hohe
Luftfeuchtigkeit) bis auf maximal 29 bar ansteigen.

Der Steuerstrom -B- wird im Meßwerteblock angezeigt
Der Hochdruck wird im Meßwerteblock angezeigt

Der Niederdruck stellt sich in Abhängigkeit vom Steuerstrom für
das Regelventil N280 innerhalb des
Leistungsbereiches des Kompressors im Toleranzbereich ein. Bei ungünstigen
Bedingungen (sehr hohe Umgebungstemperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit) reicht
die Leistung
eventuell nicht immer aus um den vorgegebenen Wert zu erreichen.
Der Sollarbeitsstrom für das Regelventil muß größer
0,3 A sein damit das Regelventil sicher angesteuert wird.
Bei der Einstellung "maximale Kälteleistung" wird der Steuerstrom auf
ca. 0,8 A geregelt (wird im Meßwerteblock angezeigt)

Mögliche Abweichung vom Sollwert
Mögliche Fehlerursache
Mögliche Lösung
Hochdruck bleibt konstant oder steigt
nur geringfügig (über den Druck bei
stehendem Motor) an,
Niederdruck fällt schnell auf
Diagrammwert oder tiefer ab, die
geforderte Kälteleistung wird nicht
erreicht.

Hochdruck normal,
Niederdruck entspricht dem
Diagrammwert, die geforderte
Kälteleistung wird nicht erreicht.
Hochdruck normal,
Niederdruck zu niedrig (siehe
Diagramm), die geforderte Kälteleistung wird nicht
erreicht.
Ansteuerung des Regelventils N280
fehlerhaft.
Zu wenig Kältemittel im
Kreislauf.
Ansteuerung des Regelventils N280 prüfen.
Undichtigkeit mit
Lecksuchgerät suchen und
beseitigen.
Kältemittelkreislauf neu
befüllen, Filtertrockner ersetzten



Hochdruck steigt nur geringfügig über
den Druck bei stehendem Motor an,
Niederdruck fällt nur geringfügig ab,
die geforderte Kälteleistung wird nicht
erreicht.
Ansteuerung des Regelventils N280
fehlerhaft.
Kompressor defekt.
Ansteuerung des Regelventils -N280-prüfen.
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und Stickstoff
durchblasen.
Kompressor erneuern.
Filtertrockner ersetzten.



Hochdruck steigt über den Sollwert an,
Niederdruck fällt schnell auf Diagrammwert
oder tiefer ab, die geforderte Kälteleistung wird
nicht erreicht.
Engstelle oder Verstopfung im
Kältemittelkreislauf.
Kältemittelkreislauf mit der
Hand nach Temperaturgefälle abfühlen.
An einem Bauteil wird ein Temperaturgefälle
festgestellt =&gt; Bei einer geknickten
oder verengten Schlauch- oder
Rohrleitung, dieses Bauteil ersetzen.
Bei einer Verstopfung, Kältemittelkreislauf
mit Druckluft und Stickstoff durchblasen.

Wird kein Fehler
festgestellt =&gt; Kältemittelkreislauf
mit Druckluft und Stickstoff
durchblasen. Filtertrockner ersetzten.



Hochdruck und Niederdruck zunächst
normal, nach einiger Zeit steigt der Hochdruck
über den Sollwert an,
fällt der Niederdruck auf Diagrammwert oder
tiefer ab, die geforderte Kälteleistung wird
nicht mehr erreicht.
Feuchtigkeit im Kältemittelkreislauf.
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und Stickstoff
durchblasen. Filtertrockner ersetzten.



Hochdruck normal,
Niederdruck zu niedrig (siehe
Diagramm), die geforderte Kälteleistung wird
erreicht.
Ansteuerung des Regelventils N280
fehlerhaft.
Kompressor defekt.
Ansteuerung des Regelventils N280prüfen.
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und
Stickstoff durchblasen.
Kompressor erneuern.
Filtertrockner ersetzten.



Hochdruck normal oder zu hoch,
Niederdruck zu hoch (siehe Diagramm),
der Kompressor macht Geräusche
(besonders nach dem Einschalten), die
geforderte Kälteleistung wird nicht
erreicht.
Zuviel Kältemittel im
Kreislauf
Kältemittel aus dem Kältemittelkreislauf
absaugen
Die abgesaugte Kältemittelmenge
entspricht etwa der vorgegebenen
Füllmenge =&gt; Kompressor ersetzen

Die abgesaugte
Kältemittelmenge ist wesentlich größer als
die vorgegebenen Füllmenge.
Kältemittelkreislauf neu befüllen.
Filtertrockner ersetzten.
Prüfung wiederholen



Hochdruck und Niederdruck normal,
die geforderte Kälteleistung wird nicht
erreicht.
Hochdruck und Niederdruck normal,
der Kompressor macht Geräusche
(besonders nach dem Einschalten),
die geforderte Kälteleistung wird
erreicht.
Zuviel Kältemittelöl im
Kreislauf.
Kältemittelkreislauf entleeren
Kältemittelkreislauf mit
Druckluft und Stickstoff
durchblasen.
Filtertrockner ersetzten.

Diagnose mit VCDS



Da aktuelle Klimaanlagen diagnosefähig sind, ist ein
VCDS-Plus Diagnosesystem ein unentbehrliches Hilfsmittel zur Fehlersuche. Im Fehlerspeicher der Klimaanlage und den Messwerteblöcken lassen sich viele hilfreiche Informationen zur Fehlersuche und Problembehebung gewinnen.


Folgende einfache Tests können zur Fehleridetifikation gemacht werden:

1) Grundlagenprüfung im Steuergerät der Klimaanlage [08-Klima] mit VCDS.
- Grundeinstellung durch vorangegangene Arbeiten komplett?
- Codierung des Steuergeräts ist richtig?
- Es sind die richtigen Teile/Steuergeräte verbaut?
- Fehler im Fehlerspeicher verstehen und nach den entsprechenden Fehlercodes auf unseren Seiten / im Web suchen.


2) Die Messwertblöcke des Klimasteuergeräts durchgehen:
- Abschaltcode des Kompressors
- Kühlmitteldruck (G65)
- Außentemperatur gefiltert/ungefiltert
- Verdampfer-Temperatur
- Ausblas-Temperaturen


3) Aktuellen Kühlmitteldruck prüfen
- Mit einem geeigneten Manometer den tatsächlichen Kühlmitteldruck feststellen, da der G65 defekt sein könnte. Vorsicht, Kühlmittel kann schwere Verletzungen verursachen. Nur geeignetes Werkzeug nutzen und die Sicherheitsbestimmungen des Herstellers beachten!


4) Funktion der Kühlventilatoren prüfen
- Bei vielen Fahrzeugen können die Ventilatoren am Kühler über einen Stellgliedtest im Motorsteuergerät [01 - Motor] angesteuert werden.
- Fehlerspeicher von [01 - Motor] auch ansehen!


5) Nach Schäden suchen:
- Kompressorantrieb dreht sich? Auch die Welle?
- Verkabelung und Verbindungen prüfen!
- Rohre / Kühler der KLimaanlage auf Undichtigkeiten prüfen.


Zusätzliche Hinweise und Tipps:

Bei einigen Fahrzeugen der Modelljahre 2006-2009 kann es notwendig sein, den/die Temperatursensor(en) zurück zu setzen, nachdem sie ersetzt wurden: Fahrzeug 20min im Stand laufen lassen.

Wenn der Abschaltcode vom Kompressor [0] ist, das N280 Ventil prüfen, dieses regelt die Menge des Kühlmittels welches der Kompressor durch das System pumpt. Das Ansteuersignal für das N280 kann z.B. mit einer Prüflampe (als N280-Ersatz) getestet werden.

Kompressor-Abschaltcodes:
(Check your repair manual or Measuring Value Block pop-up)
- 0 = Kompressor AN
- 1 = Kompressor AUS: Kühlmittel Druck zu hoch (> 32 bar)
- 2 = Kompressor AUS: Grundeinstellung nicht durchgeführt
- 3 = Kompressor AUS: Kühlmittel Druck zu niedrig (< 2.0 bar)
- 5 = Kompressor AUS: Motorstart erkannt
- 6 = Kompressor AUS: ECON Modus aktiv
- 7 = Kompressor AUS: A/C System / Lüfter AUS
- 8 = Kompressor AUS: Außentemperatur zu niedrig (< 3.0 °C)
- 10 = Kompressor AUS: Bordspannung zu niedrig (<10> 118 °C)
- 12 = Kompressor AUS: Motorsteuergerät hat Abschaltung angefordert (z.B. bei Stop)
- 13 = Kompressor AUS: Bordspannung zu hoch (> 17 V)
- 14 = Kompressor AUS: Verdampfertemperatur zu niedrig
- 16 = Kompressor AUS: Kompressoransteuerung fehlerhaft
- 17 = Kompressor AUS: Kein oder fehlerhaftes Signal vom Druck Sensor
- 18 = Kompressor AUS: Abschaltung aufgrund Fahrzeuggeschwindigkeit
- 19 = Kompressor AUS: Abschaltung durch Zentralelektrik angefodert (Lastmanagement)

Neuere Klimaanlagen nutzen einen Drucksensor (G65) anstatt dem Druckschalter (F129). Dieser sendet den Druck per PWM-Signal (Pin 1: Masse, Pin 2: Signal) an das Klimasteuergerät.


Zuletzt bearbeitet am 25-06-2016, 16:14, insgesamt 2-mal bearbeitet.
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